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Vegane Muffins nicht nur zu Ostern

Möhren-Schoko-MuffinsIch wollte nur mal zeigen, dass ich auch anders kann. Für meine Möhren-Schoko-Muffins braucht man keinen Löffel. Trotzdem sind sie herzerwärmend lecker und ein Renner bei jedem Oster-Sonntagsbrunch. Doch das wirklich Besondere an ihnen ist, dass sie vegan sind.

Nun bin ich zwar (noch) keine Veganerin,  aber das hält mich nicht davon ab, neue Geschmäcker zu erkunden. Wieso sollte ich mir also diese zusätzliche Genussvielfalt entgehen lassen. Tierische Produkte sind für ein schmackhaftes Essen nicht wirklich notwendig. Einige meiner bisherigen Rezepte sind ja auch schon vegan, doch das war eher Zufall. Vor Kurzem habe ich mich zusammen mit einer Freundin einmal bewusst an die vegane Küche gewagt und das Ergebnis war nicht nur überraschend gut, sondern extrem lecker. Sogar ihre Tochter war begeistert und Kinder sind da manchmal schwer zu überzeugen. Ich denke, dass gutes Fleisch hin und wieder auf dem Teller landen kann, allerdings gibt es durchaus vollwertige Alternativen. Also raus aus der kulinarischen Komfortzone und neu genießen.

Wer es selbst mal probieren will: Rezept und gerne auch ein Back-Coaching gibt’s von mir. claudia@herzenswaermer-supperia.deMöhren-Schoko-Muffins

 FRÖHLICHE OSTERN

Kürbis-Apfel-Suppe

Kürbis-Apfel-Suppe

Die neuen Kürbispflanzen wachsen schon in den Töpfchen und es wird höchste Zeit den letzten Kürbis aus der Herbsternte zu verarbeiten. An sich sind Kürbisse richtig lange haltbar, solange sie nicht beschädigt sind. Doch es muss ja nicht für die Ewigkeit sein. Was haben wir nicht schon alles gezaubert aus der grössten „Beere“ der Welt. Jaaaa, ganz richtig, der Kürbis zählt botanisch zu den Beerenfrüchten. Deswegen machen wir daraus nicht nur Herzhaftes wie Auflauf und Chutney, sondern wir backen damit Kuchen und kochen sogar Marmelade. Da die Früchte zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, sind sie sehr kalorienarm und super für die schlanke Küche geeignet. Die enthaltenen Wirkstoffe sind nachgewiesen gut für die Blase. Auch jede Menge Vitamine und Mineralien machen den Kürbis zu einer regelrechten Heilpflanze.

Aus meinem Butternut habe ich eine leichte, frische Suppe zubereitet. Die gerösteten Kürbiskerne geben dabei noch einen extra Knuspereffekt. Natürlich schmecken sie nicht nur sehr lecker. Sie sind auch voller gesunder Inhaltsstoffe, die das Immunsystem stärken.

Zutaten für 5 Portionen:Zutaten für Kürbis-Apfel-Suppe

  • 1 kg Kürbis (Butternut), entkernt + geschält
  • 3 Äpfel (ca. 350 g), entkernt
  • 100 g Zwiebel, geschält
  • 2 EL sehr gutes Olivenöl
  • 1,25 l Wasser
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 2 TL (Meer-)Salz, Pfeffer
  • 2 EL Zitronensaft
  • 50 g Kürbiskerne
  • ein großer Suppentopf

für die Deko die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten

    1. den Koriander, den Kreuzkümmel, die Chiliflocken und das Salz zusammen in einem Mörser zu einem Pulver zermahlen (oder fertige Pulver verwenden)
    2. den Kürbis in eher kleine Stücke schneiden
    3. die geschälten Zwiebeln in Würfel schneiden und in zwei Esslöffeln Olivenöl andünsten
    4. die Kürbisstücke mit den Gewürzen in den Topf geben und für eine Minute braten
    5. das Wasser aufgießen und zum Kochen bringen
    6. inzwischen die Äpfel achteln und in Stücke schneiden, mit in den Topf geben
    7. alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen
    8. nun die Suppe fein pürieren, mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken

zum Servieren pro Portion ca. einen Esslöffel geröstete Kürbiskerne auf die Suppe geben

Tipps zu den Zutaten:

Es gibt hunderte verschiedene Kürbisarten. Für diese Suppe würde ich eine eher kleine, aromatische Sorte empfehlen wie eben den Butternut (hat ein extrem gutes Fruchtfleisch-Kerne-Verhältnis), den Hokkaido (kann mit Schale verarbeitet werden) oder einen Muskatkürbis. Der klassische, orange Halloween-Kürbis ergibt zwar viel Masse für wenig Geld, hat aber keinen tollen Geschmack. Der macht sich besser in der Deko als im Kochtopf. Man kann auch die Kerne aus dem Kürbis reinigen, rösten und schälen. Allerdings ist das etwas aufwendig. Die Kürbiskerne im Handel sind dagegen schon ohne Schale und können sofort weggeknabbert werden. Die eigenen Kerne trotzdem nicht wegwerfen. Einfach aussähen und selber Kürbis anbauen.

PS: Den frühlingshaften Teelichthalter vom Startfoto gibt es im Dawanda-Shop von SonnenblumeDESIGN unter http://de.dawanda.com/shop/sonnenblume-design

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

GUTEN APPETIT! 🙂


ca. 200 kcal pro Portion, 2 BE, vegan

Zuppa di cereali – Cerealiensuppe

Zuppa di cereali - Cerealiensuppe

Als ich damals in dem toskanischen Ristorante auf der Speisekarte „Zuppa di cereali“ gelesen habe, konnte ich mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Auch die deutsche Übersetzung „Suppe aus Getreide und Hülsenfrüchten“ klang eher unsexy. Trotzdem war ich neugierig und dachte, wenn ich jetzt einmal hier bin, koste ich das mal. Und ich hab es keine Sekunde bereut. Diese uritalienische eintopfige Suppe aus Gemüse, Bohnen, Linsen, Reis, Getreide und Kräutern war göttlich lecker. Nun wusste ich endlich, wozu diese bunten Linsen-/Bohnen-/Körner-Mischungen verwendet wurden, die es in der Markthalle von Livorno überall zu kaufen gab. Zu Hause bin ich dann zufällig auf ein Rezept für diese Zuppa gestoßen und wollte sie natürlich selbst mal ausprobieren. Zuerst fand ich in einem Bio-Naturkostladen eine Cerealienmischung, später dann auch beim italienischen Lebensmittelhändler. Und schon ging das Kochen los. Ganz spontan kann man jedoch nicht bei der Zubereitung sein. Die Hülsenfrüchte sollten unbedingt 12 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen. Es ist eben Slow Food und deswegen so gut. Außerdem ist eine Kombination aus Bohnen / Linsen und Vollkorngetreide perfekt für die gesunde vollwertige Ernährung, da sie sich durch ihren Eiweiß-, Ballaststoff- und Vitamingehalt super ergänzen.

Übrigens kommt der Begriff „Cerealien“ von Ceres, der römischen Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit. Die Suppe ist also doch sexy.

Zutaten für 4 Portionen:Zuppa di cereali - Cerealiensuppe

  • 250 g Cerealienmix  (12 Std. in kaltem Wasser einweichen)
  • 100 g Staudensellerie, geputzt
  • 50 g Zwiebeln, geschält
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL sehr gutes Olivenöl
  • 1,50 l Gemüsebrühe (mögl. bio)
  • 200 g Wirsingkohl, geputzt
  • 100 g Möhre, geputzt
  • 100 g Porree, geputzt
  • 4 – 5 Zweige Thymian
  • 2 – 3 Zweige Rosmarin
  • (Meer-)Salz, Pfeffer
  • 2 EL Zitronensaft
  • ein großer Suppentopf

für die Deko 100 g Brot in Würfel schneiden und diese in etwas Olivenöl goldbraun anrösten, noch ein paar abgezupfte Thymianblättchen aufheben

    1. die geschälten Zwiebeln in kleine Würfel und den Sellerie in schmale Scheiben schneiden, den Knoblauch fein hacken, alles in zwei Esslöffeln Olivenöl leicht anbraten
    2. den eingeweichten Bohnen/Getreidemix abtropfen lassen und mit in den Topf geben
    3. mit der Gemüsebrühe aufgießen und 15 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen
    4. inzwischen den Wirsing und den Porree in Streifen sowie die Möhre in feine Scheiben schneiden
    5. das Gemüse und die ganzen Kräuterzweige nach der Viertelstunde mit in den Topf geben, mit ca. einem Teelöffel Salz würzen
    6. weitere 30 Minuten bei mittlerer Hitze zugedeckt köcheln lassen (bzw. solange, bis die Bohnen weich genug sind)
    7. nun die Kräuterstängel herausfischen, mit Pfeffer und Salz abschmecken und noch zwei Esslöffel Zitronensaft als Frischekick unterrühren

zum Servieren pro Portion einige gerösteten Brotwürfel auf die Suppe geben und frische Thymianblättchen darüberstreuen

Tipps zu den Zutaten:

Sollte keine fertige Cerealienmischung erhältlich sein, kann man die auch selbst zusammenbasteln aus einheimischen Produkten. Eine Variante wäre zum Beispiel: Wachtelbohnen + weiße Bohnen + rote Linsen + Berglinsen + grüne Erbsen + Naturreis + Dinkelkörner (getrocknet zu gleichen Teilen). In Italien wird oft Cavolo nero, der Schwarzkohl, für Gemüsesuppen benutzt. Leider gibt es den bei uns nur sehr selten auf den Märkten. Deswegen habe ich Wirsingkohl genommen. Eine weitere Alternative ist auf jeden Fall auch deutscher Grünkohl.

PS: Den grün-weißen Topflappen vom Startfoto gibt es, auch in anderen Farben, im Dawanda-Shop von SonnenblumeDESIGN unter http://de.dawanda.com/shop/sonnenblume-design

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

BUON APPETITO! 🙂


ca. 350 kcal pro Portion, 4 BE, vegan