Inspiration gefunden im Suppenmuseum

Suppenmuseum Neudorf

Ein Urlaubstag ist für Vieles gut. Auch dafür, Neues zu erkunden. Und da das Gute oft nicht all zu weit entfernt liegt, habe ich es tatsächlich in unserem schönen Erzgebirge entdeckt. Das Suppenmuseum in Neudorf ist eine liebevoll eingerichtete, heimatliche Ausstellung und man fühlt sich durch den warmen, herzlichen Empfang der Museumsmitarbeiter sofort wie in Omas Küche. Geschichte und Geschichten ergänzt durch die Sammlung von historischen Küchenutensilien, Suppenschüsseln und -rezepten bilden eine unterhaltsame Mischung.                            (www.suppenmuseum-neudorf.de)Brotsuppe in Neudorf

Im gegenüberliegenden Gasthof kann man dann auch einige  regionale Suppen genießen. Für mich war die angebotene Brotsuppe ein echtes Highlight. Allerdings hat sich der Wirt nur die Grundzutaten jedoch nicht das ganze Rezept entlocken lassen. Ich werde mich der Herausforderung stellen und sobald ich meine Geschmacksvariante fertig habe, teile ich mein Wissen gern.

Beim Blick über den eigenen Suppentellerrand habe ich neue Inspiration und Motivation gefunden.

Es gibt noch sooooo viel auszuprobieren. 🙂


Fruchtige Rotkrautsuppe

Fruchtige Rotkrautsuppe

Bei vielen gehört zu Weihnachten ein festlicher Braten mit Klößen und Rotkraut zu einem genussvollen Festessen dazu. Bei uns natürlich auch, doch dieses Jahr wird es den Rotkohl nicht als klassiche Beilage sondern als neumodische Vorspeise geben. Aufgepeppt mit weihnachtlichen Gewürzen und fruchtigen Aromen könnte die Suppe der Beginn einer wunderbaren neuen Tradition sein.

Wie immer lasse ich auch hier den gesundheitlichen Faktor nicht außen vor. Rotkohl als tolles einheimisches Wintergemüse ist ein echtes Superfood mit jeder Menge Vitamin C, Eisen und guten Faserstoffen sowie einem niedrigen Kaloriengehalt. Dazu kommt die magenberuhigende und wärmende Wirkung von Piment (auch Nelkenpfeffer oder Allgewürz genannt) und Zimt. Weitere immunsystemstärkende Vitamine aus Apfel, Orange und Granatapfel machen die Suppe regelrecht zu einem Gesundheitscocktail.

Zutaten für 4 Portionen:Zutaten für fruchtige Rotkrautsuppe

  • 750 g Rotkraut, geputzt
  • 100 g rote Zwiebel, geschält
  • 1 Apfel, ca. 150 g
  • 2 Bio-Orangen, unbehandelt
  • 100 g Sahne
  • 1 EL Rohrzucker
  • 4 EL weißer Balsamico
  • 2 EL Rapsöl, kaltgepresst
  • 750 ml Wasser
  • 2 TL Meersalz
  • 1/2 TL Piment, gemahlen
  • 2 TL Ceylon-Zimt, gemahlen
  • 4 EL Granatapfelkerne
  • schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • ein großer Suppentopf
    1. Vorab die Zwiebeln, den Apfel und das Rotkraut in grobe Würfel schneiden, die Schale einer halben Orange abreiben und den Saft dieser Orange auspressen
    2. Die Zwiebelwürfel in dem Rapsöl bei starker Hitze kurz anbraten, den Zucker dazugeben und die Stücke ca. 1 Minute unter ständigem Rühren karamelisieren
    3. Mit dem Orangensaft (ca. 150 ml) ablöschen
    4. Das klein geschnittene Rotkraut, die Apfelstücke, die abgeriebene Orangenschale, das Salz sowie den gemahlenen Piment und Zimt dazugeben, gut verrühren
    5. Alles mit dem Wasser aufgießen und ca. 15 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen bis das Kraut weich ist
    6. Inzwischen aus der zweiten Orange die Filets herausschneiden und die Grantapfelkerne auslösen.
    7. Nach der Kochzeit den Topf vom Herd nehmen, den weißen Balsamico und die Sahne hineinschütten und die Suppe mit dem Mixstab fein pürieren,
    8. Nun noch mit frisch gemahlenem Pfeffer und Salz abschmecken
    9. Beim Servieren jede Portion mit Orangenfilets und Granatapfelkernen dekorieren

Tipps zu den Zutaten:

Kann man keine unbehandelten Orangen bekommen, muss die Schale vorher unter heißem Wasser gründlich abgeschrubbt werden. Es empfiehlt sich ein säuerlicher Apfel wie z.B. ein Granny Smith, da die Suppe sonst zu süß wird.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

Genussvolle Weihnachten! 🙂


ca. 250 kcal pro Portion, 2 BE, vegetarisch

Feurige Karotten-Kokos-Suppe

Feurige Karotten-Kokos-Suppe

Wenn der kalte Herbstwind stürmisch um die Häuserecken weht und es am Nachmittag schon dunkel wird, verkrieche ich mich gern mit einer Kuscheldecke aufs Sofa. Um mich nicht nur äußerlich sondern auch von innen zu wärmen genieße ich dann eine leckere Suppe mit feurigen Gewürzen und gesunden Zutaten, die sogar gegen Erkältung hilfreich sind. Zunächst die Möhren: mit ihrem Beta-Carotin und Vitamin C wirken sie positiv aufs Immunsystem (siehe auch Möhren-Hähnchen-Eintopf). Hinzu kommen Ingwer und Chili, deren Wirkstoffe die Durchblutung steigern und somit die Körpertemperatur erhöhen. Auch Knoblauch und Kurkuma (Gelbwurz) leisten einen wichtigen Gesundheitsbeitrag, da sie unter anderem antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Abschließend liefert die Kokosnuss in Form von Öl, Milch und Raspeln sowohl einen exotischen Geschmack als auch notwendige Mineralien und Nährstoffe.

Diese Suppe bringt dich auf jeden Fall zum Schwitzen.

Zutaten für 4 Portionen:Zutaten für Karotten-Kokos-Suppe

  • 900 g Karotten, geputzt
  • 100 g Schalotten, geschält
  • 30 g Ingwerknolle, geschält
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 3 EL Kokosöl, kaltgepresst
  • 1 l Bio-Gemüsebrühe
  • 400 ml Kokosmilch, fettreduziert
  • 2 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1/2 TL Bockshornklee, gemahlen
  • 5 EL Limettensaft
  • 4 EL Kokosraspeln, geröstet
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • (Meer-)Salz
  • ein großer Suppentopf
    1. Die Schalotten und Möhren in ca. 1 cm große Würfel schneiden, den Knoblauch grob hacken, den Ingwer fein reiben (die harten Fasern bleiben übrig)
    2. Das Kokosöl in den Topf geben und bei voller Hitze die Zwiebel- und Möhrenstücke darin eine Minute anschwitzen
    3. Dann den Ingwer, den Knoblauch sowie Kurkuma, Bockshornklee und Chiliflocken dazu geben und für eine weitere Minute unter ständigem Rühren mitrösten
    4. Nun die Gemüsebrühe aufgießen, einen Teelöffel Salz hinzugeben, umrühren und 15 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen
    5. Inzwischen die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Fett langsam hellbraun anrösten
    6. Wenn die Möhren weich sind, die Kokosmilch und den Limettensaft dazugeben und die Suppe mit dem Stabmixer glatt pürieren
    7. Noch einmal mit Salz abschmecken
    8. Beim Servieren jede Portion mit einem Esslöffel geröstete Kokosraspeln toppen

Tipps zu den Zutaten:

Die Kokosmilch-Dose vor dem Öffnen gut schütteln, da sich oft unter dem Deckel eine feste Schicht gebildet hat. Wer zu den Kokos-Verachtern zählt, dem gebe ich hier ein paar Alternativen, die jedoch den Geschmack der Suppe wesentlich verändern werden: statt Kokosöl –> kaltgepresstes Sonnenblumenöl; statt Kokosmilch –> Sahne; statt Kokosraspeln –> Mandelblättchen. Es sollte trotzdem lecker sein!

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

NAMASTE! 🙂


ca. 330 kcal pro Portion, 2 BE, vegan

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Rote Bete Suppe mit grünen Bohnen

Rote Bete Suppe mit grünen Bohnen

Ich weiß, keiner will es wirklich wahrhaben, doch der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Trotzdem ist das kein Grund für schlechte Laune. Genau jetzt beschenkt uns die Natur mit dem schönsten und frischesten einheimischen Gemüse. Für mich gehören rote Bete und grüne Bohnen zu den wunderbaren Farben des Herbstes und in ihrer Kombination passen sie auch geschmacklich optimal zusammen. Die Vorzüge der roten Bete hatte ich beim Rote-Bete-Salat bereits wärmstens angepriesen. Die grünen Bohnen sind dazu eine ideale Ergänzung. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt und besitzen vergleichsweise viele Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Magnesium. Allerdings enthalten sie auch ein Gift, welches jedoch beim Kochen zerstört wird. Also niemals rohe Hülsenfrüchte essen. Die Zugabe von verdauungsfördernden Gewürzen wie z.B. Kreuzkümmel und Koriander macht die Bohnen für den Darm verträglicher.

Ich kann nur jedem raten, die farbenfrohe regionale Obst- und Gemüsevielfalt in vollen Zügen zu genießen. Mach deine Küche bunt.

Zutaten für 4 Portionen:Rote Bete Suppe mit grünen Bohnen - Zutaten

  • 500 g rote Bete, geschält
  • 200 g grüne Bohnen, geputzt
  • 200 g Kartoffeln, geschält
  • 100 g rote Zwiebeln, geschält
  • 3 EL Rapsöl, kaltgepresst
  • 1 l Wasser
  • 4 EL Balsamico-Essig
  • 3 Stängel Thymian
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 Messerspitze gemahlener Kreuzkümmel
  • 4 EL gehackte Petersilie
  • 4 TL Saure Sahne
  • (Meer-)Salz, Pfeffer
  • ein großer Suppentopf
    1. Zwiebeln, rote Bete und Kartoffeln in ca. 1 cm große Würfel schneiden
    2. das Rapsöl in den Topf geben und bei voller Hitze die Zwiebelstücke 2 Minuten anschwitzen
    3. die Kartoffel- und Betewürfel sowie Koriander und Kreuzkümmel dazu geben und für etwa eine Minute unter ständigem Rühren mitrösten
    4. mit dem Wasser aufgießen, einen Teelöffel Salz  und die abgezupften Thymianblättchen hinzugeben, umrühren und 25 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen
    5. inzwischen die grünen Bohnen in Salzwasser ca. 6 Minuten bissfest kochen, in ein Sieb abgießen, die Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden und beiseite stellen
    6. wenn die rote Bete weich ist, die Suppe mit dem Stabmixer glatt pürieren
    7. mit dem Balsamico, Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken
    8. nun noch die gekochten grünen Bohnen und die frisch gehackte Petersilie untermischen
    9. beim Servieren auf jede Portion einen Teelöffel saure Sahne geben

Tipps zu den Zutaten:

Auch Salzwasser sollte „abgeschmeckt“ werden. Es darf ruhig ordentlich überwürzt sein und fast wiederlich salzig schmecken (Meerwasserkonzentration). Erst dann bekommt das Kochgut, egal ob Gemüse, Kartoffeln oder Pasta den richtigen Geschmack. Statt der grünen können auch gelbe Wachsbohnen verwendet werden. Das sieht sicherlich interessant aus und schmeckt auf jeden Fall genauso lecker.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

GUTEN APPETIT! 🙂


ca. 210 kcal pro Portion, 2 BE, vegetarisch

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Erdbeer-Chicorée-Salat

Erdbeer-Chicoree-Salat

Ungeduldig haben wir wieder gewartet bis die ersten einheimischen Superfrüchtchen endlich reif und verlockend rot zur Ernte bereit waren. Natürlich konnte man schon monatelang welche im Supermarkt kaufen, importiert aus spanischen Gewächshäusern. Allerdings verdienen diese Früchte den Namen „Erdbeere“ nicht, sie schmecken weder nach Sonne noch nach Sommer. Ganz im Gegensatz zu diesen erntefrischen, sonnenverwöhnten, zuckersüßen und doch kalorienarmen Vitamin C-Bömbchen. Dabei gehören sie botanisch noch nicht einmal zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Doch wen interessiert’s. Die Beerchen sind einfach so verdammt lecker.

Und erstaunlicherweise lassen sie sich nicht nur zu Süßspeisen und Backwaren verarbeiten. Erdbeeren passen auch super zu verschiedenen Gemüsen, wie z.B. Spargel, Avocado und bei mir heute zu Chicorée. Dessen herber, leicht bitterer Geschmack harmoniert perfekt mit der vollreifen Süße der Erdbeeren und der fruchtigen Säure des Apfel-Balsams. Die mediterrane Würze bekommt der Salat durch Basilikum und Olivenöl. Für den Crunch gebe ich noch geröstete Sonnenblumenkerne darauf. Die haben ein schönes nussiges Aroma und machen den Salat mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen und viel Eiweiß nur um so gesünder.

Zutaten für 3 Portionen:Zutaten Erdbeer-Chicoree-Salat

  • 300 g Erdbeeren, geputzt
  • 400 g Chicorée, geputzt
  • 10 große Basilikumblätter
  • 3 EL Apfel-Balsamessig
  • 2 EL mildes Olivenöl
  • 3 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 gestrichener TL Fleur de Sel    (Blume des Salzes) oder           normales Meersalz
  • 1 Messerspitze gemahlener schwarzer Pfeffer

 

 

    1. Die Sonnenblumenkerne ohne Fett in einer Pfanne langsam rösten bis sie goldbraun sind und nussig duften; abkühlen lassen.
    2. Den Chicorée längs halbieren und quer in etwa 1/2 cm breite Streifen schneiden; in eine Salatschüssel geben.
    3. Große Erdbeeren halbieren und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden; zu dem Chicorée geben.
    4. Den Apfel-Balsamessig, das Olivenöl, das Salz und den Pfeffer in ein kleines Glas mit Deckel geben und gut schütteln, bis sich das Salz aufgelöst hat; das Dressing über Chicorée und Erdbeeren gießen.
    5. Alle Basilikumblätter übereinander legen, längs zusammenrollen, quer in schmale Streifen schneiden und in der Salatschüssel verteilen.
    6. Nun alle Zutaten locker und gefühlvoll vermischen, bis alles mit Dressing überzogen ist.
    7. Die Mischung auf drei Teller verteilen und zum Schluss pro Portion noch einen Esslöffel geröstete Sonnenblumenkerne streuen.
    8. Den Salat nicht lange stehen lassen sondern sofort frisch genießen.

Sehr gut schmeckt der sommerlich frische Salat zu mediterran gegrilltem Fisch oder Fleisch.

Tipps zu den Zutaten:

Statt Chicorée könnte man vielleicht auch Eisberg- oder Romanasalat nehmen. Der Geschmack wird dann natürlich anders sein. Ich weiß, dass Apfel-Balsamessig nicht überall zu bekommen ist. Eine Alternative dazu ist eine 1:1 Mischung aus Apfelsaft und weißem Balsamico. Für die Süße einfach einen TL Agavendicksaft einrühren. Wer Sonnenblumenkerne nicht mag, kann auch geröstete Mandelstifte oder Walnussstückchen versuchen. Die haben ähnlich wertvolle Inhaltsstoffe.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

GUTEN APPETIT! 🙂


ca. 165 kcal pro Portion, 1 BE, vegan

Steckrübeneintopf

Herzhafter Steckrüben-Eintopf

Heute vereinen sich in meinem Eintopf traditionelle mit moderner Küche, Hausmannskost mit Superfood. Schon zu Zeiten unserer Eltern und Großeltern waren Steckrüben oder auch Kohlrüben ein elementares Lebensmittel in der vitaminarmen Winterzeit. Leider ist das regionale Gemüse in diesen Generationen nicht besonders beliebt, da die Erinnerungen daran oftmals mit Nahrungsmittelknappheit verbunden sind. Deshalb waren die Rüben jahrzehntelang vom Speiseplan nahezu verschwunden.

Seit einiger Zeit besinnen sich die Leute jedoch auf die einheimische, saisonale und bodenständige Gemüseküche und probieren gern neue/alte Geschmacksrichtungen. Die Steckrübe ist sogar „Gemüse der Jahres“ 2017. Es gibt also keinen Grund, diese tolle Knolle unbeachtet links liegen zu lassen. Der Geschmack ist relativ neutral, erinnert vielleicht ein wenig an Kohlrabi und deswegen lässt sich die Steckrübe perfekt mit vielen verschiedenen Gemüsesorten kombinieren, in meinem Fall eben mit Kartoffeln, Möhren und Kürbis. Aufgepeppt mit fruchtig-scharfem Ingwer und frischen Kräutern ergibt das einen überaus leckeren Teller voller Glück zum Löffeln.

Zutaten für 4 Portionen:Zutaten für Steckrüben-Eintopf

  • 600 g Steckrübe, geschält
  • 300 g Kartoffeln, geschält
  • 150 g Möhren, geputzt
  • 100 g Schalotten, geschält
  • 250 g Kürbis, geschält
  • 2 EL Rapsöl, kaltgepresst
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 100 ml Saure Sahne
  • 3 EL Estragon-Essig
  • 1 Stk. Ingwer (walnussgroß)
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • (Meer-)Salz, Pfeffer
  • ein großer Suppentopf
    1. Steckrübe, Kartoffeln, Möhren und Kürbis in ähnlich große Stücke (ca. 1,5 cm) schneiden
    2. den Ingwer schälen und fein reiben, die harten Fasern bleiben übrig
    3. die Schalotten fein würfeln und in dem Rapsöl für etwa eine Minute anschwitzen
    4. das Gemüse  und den Ingwer dazu geben und unter rühren kurz mitrösten
    5. mit der Gemüsebrühe aufgießen, noch einen gestrichenen Teelöffel Salz hinzugeben und 15 – 20 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen
    6. die Saure Sahne und den Estragonessig dazugießen
    7. mit dem Stabmixer zwei/drei Runden durch den Topf ziehen, um eine gewisse Sämmigkeit zu schaffen
    8. mit Salz und Pfeffer nach eigenem Geschmack nachwürzen
    9. vor dem Servieren die frisch gehackte Petersilie unterrühren

… aufgewärmt schmeckt’s nochmal so lecker

Tipps zu den Zutaten:

Eine gute Alternative zu dem Kürbis wären Süßkartoffeln und die Möhren könnten durch Pastinake oder Petersilienwurzel ersetzt werden. Der Estragonessig ist sicher etwas außergewöhnlich und nicht ganz einfach zu bekommen. Meiner ist selbst angesetzt (3 große Zweige frischer Estragon auf 750 ml weißen Balsamico-Essig, mind. 1 Monat ziehen lassen, je länger um so besser). Hier kann natürlich auch ein anderer Kräuteressig verwendet werden.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

GUTEN APPETIT! 🙂


ca. 250 kcal pro Portion, 3 BE, vegetarisch

Gemüse-Gazpacho

Gemüse-Gazpacho

An wirklich heißen Sommertagen sollte unser Kreislauf nicht noch zusätzlich mit üppigem, schwer verdaulichem Essen belastet werden. Durch das Schwitzen verlieren wir Wasser und Mineralien und es gibt nichts Besseres, um diesen Verlust wieder auszugleichen, als ein leichtes Süppchen aus bestenfalls frisch geerntetem Gartengemüse. Und die Suppe muss nicht einmal gekocht werden.

Die kalte Gazpacho ist ein spanischer Klassiker und eine herrlich leckere Erfrischung. Kein Wunder, denn die Spanier wissen, wie man mit Sommerhitze umgeht. Sie schließen über Mittag die Läden, machen Siesta und essen nur eine leichte Mahlzeit. Damit gönnt man dem Körper äußerlich und innerlich Ruhe.

Bei über 30 Grad im Schatten ist also das Motto „ausruhen, entspannen und glücklich sein“.

Zutaten für 3 Portionen:Zutaten für Gemüse-Gazpacho

  • 750 g reife Tomaten
  • 1 große Salatgurke, ca. 400 g
  • 1 gelbe Paprikaschote, ca. 150 g
  • 3-4 Frühlingszwiebeln, ca. 50 g
  • 150 g gerösteter Paprika              (aus dem Glas)
  • 1-2 Knoblauchzehen, geschält
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 3 EL weißer Balsamico
  • 3 EL kaltgepresstes Olivenöl
  • 1 gehäufter TL Meersalz
  • gemahlener Pfeffer
  • eine große Salatschüssel
    1. das Gemüse und die Petersilie gut waschen, die Gurke eventuell schälen, die Paprikaschote entkernen, die Frühlingszwiebel putzen
    2. die Tomaten, die Gurke und den gerösteten Paprika in grobe Stücke schneiden, sowie den Knoblauch fein hacken und in eine große Salatschüssel tun
    3. je Dreiviertel des gelben Paprikas und der Frühlingszwiebel klein schneiden (Rest zur Seite legen für die Deko) und alles zusammen mit 3 EL weißem Balsamessig, 3 EL sehr gutem Olivenöl, einem gehäuften TL Meersalz und der abgezupften Petersilie zu den anderen Gemüsewürfeln geben
    4. mit dem Pürierstab so lange aufmixen, bis alles flüssig ist, je nach Geschmack mit mehr oder weniger Stückchen
    5. noch einmal mit gemahlenem Pfeffer und Salz abschmecken
    6. die Suppe eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen

Beim Servieren die kalte Suppe mit je einem Esslöffel gelben Paprikawürfelchen und Frühlingszwiebelringen pro Portion bestreuen. Dazu gibt es geröstetes Brot.

Tipps zu den Zutaten:

Auf den Wochenmärkten gibt es während der Saison viele einheimische Tomatensorten in verschiedenen Formen und sogar Farben. Also haltet Euch nicht mit langweiligen Supermarkt-Strauchtomaten auf. Versucht einfach mal eine wilde Mischung aus Größen und Aromen. Es wird sich lohnen und das Geschmackserlebnis wird umwerfend sein.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

GUTEN APPETIT! 🙂


ca. 200 kcal pro Portion, 2 BE, vegan

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Hot Chili con Avocado

Chili mit Avocadocreme

Es gibt wohl nur wenige Gerichte, die so zur zufriedenen Sättigung einer großen Menge von Leuten geeignet sind, wie ein leckeres Chili. Es ist das optimale Partyessen auch bei Feiern im Freien. Man kann es prima vorbereiten und durch`s Aufwärmen wird es immer besser. Meist wird angenommen, dass Chili (con Carne) aus Mexiko stammt, dabei kommt es in seiner hunderte Jahre alten, ursprünglichen Fleischvariante aus der texanischen Küche.

Die vegetarische Abwandlung ist eher eine neuere Erfindung. Statt Hackfleisch wird die Konsistenz durch verschiedene Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen erreicht. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt und sind somit perfekt für die vollwertige Ernährung. In meinem Rezept kommt neben guten Gewürzen etwas Kakao gegen Ende der Kochzeit dazu. Dies schein zunächst ungewöhnlich und exotisch, ist jedoch angelehnt an die mexikanische Mole, die traditionelle würzige Schokoladensauce. Gekrönt wird mein scharfes Chili mit einer Avocadocreme bzw. Guacamole, die ebenfalls ein mexikanischer Klassiker ist. Als kaltes Topping wirkt sie erfrischend und nimmt dem Eintopf etwas die Schärfe.

Zutaten für 6 Portionen:Zutaten für Chili mit Avocadocreme

  • 255 g Kidneybohnen, gekocht (1 Dose)
  • 265 g Kichererbsen, gekocht (1 Dose)
  • 240 g Borlottibohnen, gekocht (1 Dose)
  • 250 g Gelbe Linsen, getrocknet
  • 800 g Schältomaten (1 große Dose)
  • 200 g gerösteter Paprika (aus dem Glas)
  • 200 g rote Zwiebel, geschält
  • 2 EL Olivenöl, kaltgepresst
  • 2-3 Knoblauchzehen, geschält
  • 50 g Tomatenmarkt
  • 3 TL Harissa
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlenChili con Avocado im Feuertopf
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 0,75 l Wasser
  • 10 g Kakaopulver, ohne Zucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 reife, weiche Avocado (ca. 200 g)
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 5 EL Zitronensaft
  • (Meer-)Salz
  • ein großer Suppentopf oder                      ein Kessel über offenem Feuer
    1. Die Zwiebeln in etwa 1cm große Würfel scheiden, den Knoblauch fein hacken, die gerösteten Paprika in Streifen schneiden, die Bohnen und Kichererbsen abgießen, die gelben Linsen kurz in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen.
    2. Das Olivenöl in den Topf geben und die Zwiebelwürfel für etwa eine Minute bei großer Hitze andünsten.
    3. Den Knoblauch, die Paprikastreifen, Tomatenmark, Harissa, Kreuzkümmel, Koriander, geräuchertes Paprikapulver und 1 TL Salz dazugeben und unter Rühren eine weitere Minute rösten.
    4. Jetzt die Bohnen, die Kichererbsen und die Linsen unterrühren und mit 0,75 Liter Wasser aufgießen.
    5. Die Schältomaten grob zerkleinern und zusammen mit dem Saft in den Topf geben.
    6. Nun alles 30 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Falls es zu dick wird noch ein wenig Wasser nachgießen.
    7. Fünf Minuten vor Ende der Kochzeit das Kakaopulver untermischen.
    8. Am Ende noch einmal mit Salz und Zitronensaft pikant abschmecken. Den Topf vom Herd nehmen und das Chili etwas durchziehen lassen.
    9. Inzwischen die Avocado halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch auslöffeln und mit der abgeriebenen Zitronenschale, 5 EL Zitronensaft und einer Prise Salz mit dem Mixstab zu einer glatten Creme pürieren.
    10. Zum Servieren auf jede Portion Chili einen großen Löffel der Avocadocreme geben.

Stilecht gibt es dazu Tortillas (Fladen aus Mais- oder Weizenmehl), wenn möglich Vollkorn.

Tipps zu den Zutaten:

Die verschiedenen Bohnen und Kichererbsen können auch als getrocknete Varianten verarbeitet werden. Sie müssen dann allerdings vorgekocht sein. Die Bohnensorten dürfen natürlich verändert werden (z.B. weiße Bohnen, schwarze Bohnen). Wenn man kein Kakaopulver da hat, funktioniert es auch mit 3-4 Stücken dunkler Schokolade (mind. 70%ig). Statt Harissa, der nordafrikanischen Chilipaste, kann man auch Sambal Oelek (asiatische Gewürzsoße) oder frische Chilischoten benutzen. Die Dosierung muss man dann austesten,  je nach eigenem Schärfegeschmack.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

¡BUEN PROVECHO! 🙂


ca. 415 kcal pro Portion, 4 BE, vegan

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Lammtopf a la provencale

Lammtopf a la provencale

Nach den Feiertagen ist vor den Feiertagen, obwohl man ja nicht unbedingt einen Festtag braucht, um ein gutes Essen zu genießen. Und wenn dann alles so farbenfroh, gesund und aromatisch ist, kann es ruhig öfters mal einen Genusstag geben.

Die schon fast legendären Kräuter der Provence, zu denen immer Rosmarin, Thymian und Oregano gehören, bilden die Grundlage dieses leckeren Gerichts und sorgen für Würze und Duft. Hinzu kommen typische mediterrane Gemüse wie Aubergine, Paprika, Zucchini und Tomate, die nicht nur gesunde Vitamine sondern auch tolle Farben auf den Teller zaubern. Wer denkt bei dieser Mischung nicht sofort an laue Sommerabende und entspannte Urlaubstage. Wenn dann das Lammfleisch noch aus regionaler Züchtung stammt ist auch das Umweltgewissen beruhigt. Ein schönes Glas Rotwein dazu und der Genuss ist perfekt!

Zutaten für 5 Portionen:

  • 700 g Lammfleisch ohne Knochen (Keule oder Schulter)Zutaten für Lammtopf a la provencale
  • 275 g Aubergine, geputzt
  • 150 g grüne Paprika, geputzt
  • 200 g rote Paprika, geputzt
  • 150 g Schalotten, geschält
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 300 ml trockener Rotwein
  • 1 große Dose Schältomaten
  • 2 Zweige frischer Rosmarin
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • 2 gehäufte TL getrockneten Oregano
  • 200 g gelbe Paprika, geputzt
  • 300 g Zucchini, geputzt
  • 4 EL Olivenöl, kaltgepresst
  • (Meer-)Salz, Pfeffer
    1. Das Lammfleisch in ca. 4 cm große Würfel schneiden. Vorher das überflüssige Fett entfernen.
    2. Die Aubergine, den grünen und den roten Paprika in ca. 3 cm große Stücke schneiden.
    3. Die Schalotten klein würfeln und den Knoblauch fein hacken.
    4. Die Schältomaten grob zerkleinern.
    5. Das Fleisch in zwei EL Olivenöl bei großer Hitze in einem großen Schmortopf mit Deckel scharf anbraten, so dass an allen Seiten Röstspuren zu sehen sind.
    6. Die Aubergine und den Paprika dazugeben und eine weitere Minute braten.
    7. Nun auch noch die Schalotten, den Knoblauch und die gewaschenen Kräuterzweige unterrühren und noch eine Minute weiterrösten.
    8. Jetzt mit dem Rotwein ablöschen und gleich die Schältomaten inklusive Saft mit in den Topf geben.
    9. Mit je zwei Teelöffeln Salz und getrocknetem Oregano würzen. Alles gut verrühren.
    10. Den Topf auf dem Rost (untere Schiene) in den Ofen stellen und zugedeckt bei 175 °C Ober-/Unterhitze zwei Stunden langsam schmoren.
    11. Dann den Topf aus dem Ofen nehmen, die verkochten Kräuterzweige herausfischen und noch eine viertel Stunde ruhen lassen.
    12. Inzwischen die Zucchini längs vierteln, die weichen „Kerne“ entfernen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die gelben Paprika in ca. 3 cm große Stücke schneiden.
    13. Das Gemüse in einer Pfanne mit 2 EL Olivenöl bei großer Hitze fünf Minuten rösten.
    14. Nun das Röstgemüse zu dem Fleisch geben, gut umrühren. Alles kräftig mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen und noch einmal mit Salz abschmecken.
    15. Den Eintopf auf Teller verteilen und noch ein paar frische Thymianblättchen darüber streuen.

Als Sättigungsbeilage passen sehr gut Rosmarinkartoffeln, Fächerkartoffeln oder einfach Baguette dazu.

Tipps zu den Zutaten:

Wer kein Lammfleisch mag, kann auch auf anderes Fleisch zurückgreifen. Sehr gut geeignet zum langsamen Schmoren bei relativ niedriger Temperatur ist Rind, Wildschwein und Hirsch.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

BON APPÉTIT! 🙂


ca. 375 kcal pro Portion, 1 BE, flexitarisch

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Frühlings-Eiersalat mit Räucherlachs

Frühlings-Eiersalat mit Räucherlachs

Ob nun zum traditionellen Familienbrunch am Ostersonntag oder zu einem gemütlichen Frühstück am Wochenende, ein leckerer Eiersalat gehört doch immer mit dazu. Und damit es nicht schon wieder der eintönig beige-gelbe Mayonnaisebrei ist, gibt´s von mir heute eine frische, leichte, knackig-bunte Kräutervariante mit Räucherlachs als i-Tüpfelchen.

Die wunderbaren Farben der Kräuter und Radieschen alleine machen schon richtig Appetit. Und wenn man dann auch noch weis, dass Saure Sahne sechsmal weniger Kalorien hat als fettige Mayo, kann man sich, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, noch ein paar Löffelchen mehr von dem tollen Salat schmecken lassen.

Also dann: LECKERE OSTERN

Zutaten für 8 Portionen:Zutaten für Frühlings-Eiersalat mit Räucherlachs

  • 5 Bio-Eier Größe L, gekocht, geschält
  • 150 g Radieschen, geputzt
  • 150 g Saure Sahne
  • 30 g mittelscharfer Senf
  • 2 TL Agavendicksaft
  • 1 gestrichener TL Meersalz
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 1 EL Rapsöl, kaltgepresst
  • 1 Kästchen Kresse
  • 2 gehäufte EL gehackter Dill
  • 2 gehäufte EL Schnittlauchröllchen
  • 1 Msp. gemahlener Pfeffer
  • 80 g Räucherlachs
    1. Die hartgekochten und geschälten Eier entweder mit einem Eierschneider zerkleinern oder mit dem Messer in kleine, ca. 1/2 cm große Würfelchen schneiden.
    2. Die Radieschen in eine ähnliche Größe würfeln und mit den Eiern in einer Schüssel vermischen.
    3. In einem zweiten Gefäß die Saure Sahne, den Senf, den Agavendicksaft, den weißen Balsamico, das Rapsöl und das Meersalz gründlich zu einer Soße verrühren.
    4. Die Kresse unter kaltem Wasser kurz abspülen und etwas trocken schütteln. Mit einer Schere die Stengel abschneiden und in die Soße geben. Auch den gehackten Dill und die Schnittlauchröllchen gut untermischen.
    5. Die Soße noch einmal mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken, da die Eier viel von dem Salz aufnehmen.
    6. Nun die Soße über die Eier gießen und alles locker und gefühlvoll vermengen.
    7. Zum Schluss noch den Räucherlachs in kleine Würfel schneiden oder in Stückchen zerzupfen und kurz unter den Eiersalat mischen.
    8. Vor dem Servieren den Salat etwa 2 Stunden kühl stellen.

Sehr lecker schmeckt der Eiersalat auf einem knusprigen Kartoffelrösti oder eben ganz einfach zu frischem Brot.

Tipps zu den Zutaten:

Wer keinen Räucherlachs mag, kann auch Lachsschinken verwenden. Statt des Agavendicksafts geht auch ein milder Honig. Natürlich kann bei den Kräutern nach Lust und Laune variiert werden. Egal ob Petersilie, Bärlauch oder Basilikum, Hauptsache frisch sollten sie sein.

Nun also mutig ausprobieren, schmecken lassen und glücklich sein.

GUTEN APPETIT! 🙂


ca. 120 kcal pro Portion (ca. 95 g), 0 BE, flexitarisch

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